Rück- und Umbau freilaufender Rechtsabbieger

Köln
Maßnahmentyp | Sichere Kreuzungen |
Name des Projektes | Rück- und Umbau freilaufender Rechtsabbieger |
Bundesland | Nordrhein-Westfalen |
Einwohner*innen | 1.073.096 |
Besiedelung | Überwiegend städtisch |
Lage | Sehr zentral |
Kommune | Köln |
Zuständige Abteilung | Kristina Kollbach, kristina.kollbach@stadt-koeln.de |
| Lokale Herausforderungen | Keine spezifische Angabe |
Maßnahmenbeschreibung
In der Stadt Köln gibt es ca. 310 signalisierte Knotenpunkte, die mit mindestens einem freilaufenden Rechtsabbieger ausgestattet sind. Als freilaufende Rechtsabbieger werden Straßenabschnitte an Kreuzungen bezeichnet, welche das Umgehen einer Ampel beim Rechtsabbiegen ermöglichen. Ziel dessen ist es, dem Kraftfahrzeug-Verkehr ein zügiges Vorwärtskommen zu ermöglichen. An mehreren freilaufenden Rechtsabbiegern ist es in der Vergangenheit häufig zu Konflikten und Unfällen mit nicht motorisierten Verkehrsteilnehmenden zum Teil mit Todesfolge gekommen. Daher hat der Rat der Stadt Köln eine Überprüfung, Überplanung und gegebenenfalls den Umbau aller in Köln vorhandenen sogenannten freilaufenden Rechtsabbieger beschlossen, um die Verkehrssicherheit für Radfahrende zu erhöhen.
Zunächst wurde eine Machbarkeitsstudie sowie ein Baukastensystem zur Erhöhung der Verkehrssicherheit an freilaufenden Rechtsabbiegern erstellt. Begleitend zur Entwicklung der Studie sind von 2019 bis 2022 ca. 35 freilaufende Rechtsabbieger unter Anwendung des Baukastensystems umgebaut worden. Diese systematische Vorgehensweise zur Beseitigung bestehender Gefahrenstellen an allen Knoten mit freilaufenden Rechtsabbiegern ist bisher bundesweit einmalig, wie auch die Entwicklung des Baukastensystems. Das Baukastensystem enthält eine Vielzahl von Maßnahmen die kurz-, mittel- oder langfristig anwendbar sind. Zur Identifizierung geeigneter Elemente aus dem Baukastensystem für einzelne freilaufende Rechtsabbieger, wurde eine entsprechende Bewertungsmatrix entwickelt, die hilfreich für Planer*innen sein kann, geeignete Maßnahmen für unterschiedliche Rechtsabbieger auszuwählen.
Ziele
- Sicherheit
- Komfort und Fahrspaß
- Mehr Personen fahren Fahrrad
Ergebnisse
Die Projektergebnisse sind die Erstellung einer Machbarkeitsstudie und die Entwicklung eines Baukastensystems sowie eines Prüfungsschemata zur Maßnahmenauswahl bei Prüfung eines freilaufenden Rechtsabbiegers. Parallel dazu wurden ca. 35 freilaufende Rechtsabbieger bereits umgebaut und entschärft.
Dauer: Planung und Umsetzung
Kosten / Mittelherkunft
250.000 Euro
- Eigenmittel: 100 Prozent
Personeller Aufwand
Keine Angabe
Beteiligte Ämter
Abteilungen Straßenentwurf, Lichtsignalanlagen (LSA)-Technik, Straßenverkehrsbehörde, Unfallkommission, Team des Fahrradbeauftragten
Beteiligte Akteur*innen
Ingenieursbüro, Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC), Verkehrsclub Deutschland (VCD), Allgemeiner Deutscher Automobil-Club (ADAC) und Polizei (projektbegleitender Facharbeitskreis)
Kommunikation der Maßnahme
Pressemitteilungen und Social Media
Herausforderungen
Die Abstimmungen zwischen allen Akteur*innen sowie die kurzfristigen Umsetzungen der Maßnahmen waren mitunter herausfordernd.
Besonderheiten
- Evaluation
- Beteiligung
- Verkehrsversuch oder Modellvorhaben
Auszeichnungen
Plan F Award 2022
Platz 2 Infrastruktur
Quelle des Praxisbeispiels:
Stadt Köln, Plan F Award 2022
Weitere Praxisbeispiele
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