Fahrradstraßen 2.0

Münster
Maßnahmentyp | Fahrradstraßen und -zonen |
Name des Projektes | Fahrradstraßen 2.0 |
Bundesland | Nordrhein-Westfalen |
Einwohner*innen | 317.713 |
Besiedelung | Überwiegend städtisch |
Lage | Sehr zentral |
Kommune | Münster |
Zuständige Abteilung | Fahrradbüro im Amt für Mobilität und Tiefbau, fahrradbuero@stadt-muenster.de |
| Lokale Herausforderungen |
|
Maßnahmenbeschreibung
Fahrradstraßen bündeln bei wahrnehmbarem Design und konsequenter Netzplanung die Radverkehrsströme. Sie erhöhen die objektive sowie die subjektive Sicherheit und sind eine attraktive Alternative abseits der Radverkehrsanlagen an Hauptverkehrsstraßen.
Der Rat der Stadt Münster hat Mitte 2019
Qualitätsstandards für Fahrradstraßen beschlossen. Die Entscheidung bringt klar zum Ausdruck, mit welch hoher Dynamik und Konsequenz die Stadt Münster die Mobilitätswende und die Förderung nachhaltiger Mobilität vorantreibt:
- Fahrradstraßen haben Vorrang gegenüber einmündenden Nebenstraßen. Die Bevorrechtigung ermöglicht durchgängig flüssiges Radfahren, sodass Radfahrende schnell an ihr Ziel kommen.
- Eine Fahrgasse von vier bis fünf Meter Breite plus 0,5 bis 0,75 Metern Sicherheitstrennstreifen zu parkenden Kfz. Parkraum wird deutlich reduziert oder entfällt. Komfort und Sicherheit der Radfahrenden profitieren – das Risiko von Unfällen durch Dooring oder ein- und ausparkende Kfz wird signifikant gesenkt. Gleichzeitig ergibt sich ein Mehr an Lebens- und Aufenthaltsqualität für die Anwohnerschaft.
- Teilweise Einschränkung des Kfz-Verkehrs: Freigabe für Anliegerverkehr oder Sackgassen sowie Einbahnstraßenregelungen.
- Flächige Roteinfärbung der Fahrgasse (exklusiv Sicherheitstrennstreifen und Parkständen): Sie signalisiert den Vorrang des Radverkehrs und erhöht die Aufmerksamkeit.
Bis Anfang 2023 konnten 13 Fahrradstraßen mit den neuen Qualitätsstandards auf einer Länge von 8.200 Metern realisiert werden. In diesen Bereichen gehört es der Vergangenheit an, dass keine qualifizierte Ausgestaltung und keine ausreichenden Fahrbahnbreiten vorliegen. Hierdurch werden Gefahrensituationen minimiert.
Ziele
- Sicherheit
- Komfort und Fahrspaß
- Mehr Personen fahren Fahrrad
- Fahrrad steigt in der Wahrnehmung / Statussymbol
Ergebnisse
Anfang 2023 existieren 13 fertiggestellte Fahrradstraßen nach den neuen Standards mit einer Gesamtlänge von 8.200 Metern.
Dauer: Planung und Umsetzung
Kosten / Mittelherkunft
0 Euro
Keine Angabe zu den Kosten
- Eigenmittel: (prozentualer Wert nicht bekannt)
Personeller Aufwand
Keine Angabe
Beteiligte Ämter
Fahrradbüro im Amt für Mobilität und Tiefbau
Beteiligte Akteur*innen
Keine Angabe
Kommunikation der Maßnahme
Keine Angabe
Herausforderungen
Keine Angabe
Besonderheiten
Keine Angabe
Auszeichnungen
Deutscher Fahrradpreis 2021
Platz 2 Infrastruktur
Quelle des Praxisbeispiels:
Stadt Münster, Deutscher Fahrradreis 2021
Weitere Praxisbeispiele
Hier finden Sie eine Reihe an weiteren nenneswerten Beiträge aus der Community.
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Fahrradmodellquartier Alte Neustadt
Stadt: Bremen
Bundesland: Bremen
Umbau eines heterogenen Stadtquartier (Mischquartier: Wohnen und Arbeiten) zu einem fahrradfreundlichen Quartier mit entsprechenden Baumaßnahmen (Infrastruktur sowie Serviceangebote).
Abbildung: Wohnanlage, Urheberin: WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH

Fahrradzone im Fahrradfreundlichen Wohnquartier "Neckarbogen"
Stadt: Heilbronn
Bundesland: Baden-Württemberg
Einrichtung von Fahrradstraße und Fahrradzone im Quartier, damit Fahrrad Hauptverkehrsmittel und die Lebensqualität gesteigert wird. Zudem wurde eine direkte Anbindung per Brücke für Fuß und Rad an den Hauptbahnhof geschaffen.
Abbildung: Urheber: Fair Spaces

Verkehrsfläche neu verteilt - Fahrradstraße setzt neue Maßstäbe für Zu Fuss Gehende und Radfahrende
Stadt: Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Friesenwall wurde in Fahrradstraße umgewandelt, mit 13 Einzelmaßnahmen mehr Platz für Rad und Fuß.
Abbildung: Urheberin: Stadt Köln

Trankgasse wird zur Fahrradstraße
Stadt: Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Die Stadt Köln wird in der Domumgebung eine neue Verkehrsführung umsetzen und unter anderem in der Trankgasse eine Fahrradstraße einrichten sowie die Fußgänger*innenzone am Dom erweitern.
Abbildung: Urheber: Fair Spaces
