Digitalisierung nutzen: GPS-Radverkehrsdaten für eine ganzheitliche Radverkehrsstrategie

Hannover
Maßnahmentyp | Daten |
Name des Projektes | Digitalisierung nutzen: GPS-Radverkehrsdaten für eine ganzheitliche Radverkehrsstrategie |
Bundesland | Niedersachsen |
Einwohner*innen | 535.932 |
Besiedelung | Städtischer Kreis |
Lage | Sehr zentral |
Kommune | Hannover |
Zuständige Abteilung | Sina Wenning, sina.wenning@region-hannover.de |
| Lokale Herausforderungen |
|
Maßnahmenbeschreibung
Die Region Hannover setzt seit April 2019 in der Radverkehrsplanung auf die Möglichkeiten der Digitalisierung. Neben herkömmlichen Methoden zur Radverkehrsdatenerhebung (Zählstellen, Befragungen etc.) werden seitdem auch GPS-Radverkehrsdaten genutzt. Dies hat den Vorteil, dass Quellen und Ziele jeder einzelnen Fahrt bekannt sind und mittels Hochrechnungen ein Radverkehrsabbild für die gesamte Region erstellt werden kann. Die so gewonnenen Daten dienen der Evaluation und dem zielgerichteten Ausbau des Radverkehrsnetzes sowie zur Schwachstellenanalyse.
Im ersten Schritt wurde die Fahrrad-App der Region Hannover den Menschen in der Region kostenlos bereitgestellt und diese wurden aufgerufen, die App zu nutzen, um der Region wertvolle
Daten über das Radverkehrsverhalten zur Verfügung zu stellen (unter Einhaltung der EU-DSGVO).
In einem zweiten Schritt wurden durch verschiedene Aktionen eine breite Nutzer*innengruppen angesprochen und die Menschen motiviert ihre Wege noch häufiger mit dem Rad zurückzulegen und gleichzeitig die Radfahrten häufiger aufzuzeichnen. Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurde von Massenveranstaltungen abgesehen und Schwerpunktaktionen wurden gesetzt. Neben der Bewerbung von Radtouren (Tour der Woche) und dem Regionsentdeckertag stand besonders die appbasierte Bike Benefit Kampagne, ein Bonussystem mit spielerischem Ansatz im Fokus.
Auf Wunsch können alle Fahrten aufgezeichnet werden - dadurch wird eine ständig aktualisierte "Heat-Map" erzeugt, die auf der Karte zeigt, welche Wege oft und welche Wege weniger oft oder gar nicht gefahren werden. Die Heat-Map kann auch über Social Media-Kanäle und andere Formate geteilt werden. Der Algorithmus erkennt zudem, wenn die Fahrradfahrt beendet wird.
Ziele
- Komfort und Fahrspaß
- Überwindung weiter Distanzen
- Mehr Personen fahren Fahrrad
- Fahrrad steigt in der Wahrnehmung / Statussymbol
Ergebnisse
Die App hilft der Regionsverwaltung, den Radverkehr im Regionsgebiet besser zu verstehen und Schwachstellen zu identifizieren. Damit kann das Radwegenetz in der Region Hannover besser gemacht, Lücken geschlossen und vielbefahrene Strecken perspektivisch ausgebaut werden. Mit der optionalen Übertragung der individuellen (datenschutzkonform anonymisierten) Verkehrsdaten kann dabei unterstützt werden, das Radwegenetz innerhalb der Region zu verbessern.
Dauer: Planung und Umsetzung
Kosten / Mittelherkunft
200.000 Euro
- Eigenmittel: 50 Prozent (Nach Ende der Förderung im Jahr 2020 Weiterführung bis Ende 2022 mit Eigenmitteln)
- Bundesmittel: 50 Prozent
Personeller Aufwand
Keine Angabe
Beteiligte Ämter
Fachbereich Verkehr, Team Kommunikation, Team Naherholung, Nutzung auch durch Regionskommunen
Beteiligte Akteur*innen
Bike Citizens
Kommunikation der Maßnahme
Webseite, Social-Media, Presse, Plakate/Flyer, Radio, Veranstaltungen
Herausforderungen
Bekanntmachung der App; Menschen dauerhaft motivieren, Daten zu erfassen, um eine gute Datenbasis zu bekommen.
Besonderheiten
- Evaluation
- Interkommunal
Auszeichnungen
Deutscher Fahrradpreis 2021
- Platz Services
Anmerkungen
Wurde noch bis Ende 2022 mit Eigenmitteln weitergeführt. Aktuell konnte aufgrund der Insolvenz nicht verlängert werden. App besteht bisher noch und wird ggf.verkauft. Dann müssen wir prüfen, ob eine weitere Zusammenarbeit möglich ist.
Quelle des Praxisbeispiels:
Deutscher Fahrradpreis 2021, Stadt Hannover
Weitere Praxisbeispiele
Hier finden Sie eine Reihe an weiteren nenneswerten Beiträge aus der Community.
Wenn Sie ein vorbildhaftes Praxisbeispiel kennen, das sich noch nicht im Plan F Wissensspeicher befindet, können Sie uns dieses zuschicken und wir prüfen eine Veröffentlichung. Für das Zusenden von Vorschlägen benötigen wir eine kurze Beschreibung, einen Link zu einer Website, auf der das Beispiel vorgestellt wird und ggf. ein Foto.
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Interkommunales Radverkehrskonzept ZESplus mit Reallabor
Stadt: Gemeinden Eichwalde, Zeuthen und Schulzendorf
Bundesland: Deutschland
MaßnahmenTyp: Konzepte und Pläne
Seit März 2020 arbeiten die Gemeinden Eichwalde, Zeuthen und Schulzendorf zusammen mit FixMyCity und der TU Berlin an der Entwicklung eines interkommunalen Radverkehrskonzepts mit dem Namen ZESplus.
Abbildung: Urheber: NUDAFA

Radbahn Berlin
Stadt: Berlin
Bundesland: Berlin
MaßnahmenTyp: Teilnahme Modell- und Forschungsprojekte
Zunächst Entwicklung eines Radweges unter dem U-Bahn Viadukt (ca. 9 Kilometer), der auch Mobilitätsstationen und z. B. Cafes inkludiert. Bis Ende 2022 soll zunächst ein Reallabor auf einem Teilstück eröffnet werden.
Abbildung: Urheber: Paper Planes e.V.

TRASHH - Einsatzmöglichkeiten von Lastenrädern in kommunalen Unternehmen
Stadt: Hamburg
Bundesland: Hamburg
MaßnahmenTyp: Teilnahme Modell- und Forschungsprojekte
Untersuchung von Einsatzmöglichkeiten für Lastenrädern in kommunalen Unternehmen am Beispiel der Stadtreinigung Hamburg.
Abbildung: Urheber: DLR

Erstellung einer "Postkarten-Broschüre" und animierter YouTube-Videos
Stadt: RAD.SH - kommunale Arbeitsgemeinschaft
Bundesland: Schleswig-Holstein
MaßnahmenTyp: Koordination und Organisation Radverkehr
Erstellung Broschüre "10 Gute Gründe für den Fuß- und Radverkehr", um Kommunal- sowie Verwaltungsmitarbeiter*innen einfache und klare Argumente zu geben und zu mehr Förderung zu animieren.
Abbildung: Urheberin: Fair Spaces

Fahrräder Bewegen Bielefeld
Stadt: Bielefeld
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
MaßnahmenTyp: Förderung sozialer Projekte und Engagement
Alte Fahrräder werden eingesammelt und zusammen mit Bedürftigen, Geflüchteten, Jugendlichen aufgearbeitet.
Abbildung: Urheber: Fahrräder bewegen Bielefeld e.V.

Wirtschaftsverkehrskonzept Hannover
Stadt: Hannover
Bundesland: Niedersachsen
MaßnahmenTyp: Konzepte und Pläne
Bis 2030 entwickeln die Projektpartner*innen unter ganzheitlichen Gesichtspunkten die internationale Kompetenzregion für urbane Logistik in Hannover und der Metropolregion.
Abbildung: Urheberin: Stadt Hannover

Bürgerradwege
Stadt: Gelsenkirchen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
MaßnahmenTyp: Koordination und Organisation Radverkehr
Um Radwege auch dann verwirklichen zu können, wenn es auf dem herkömmlichen Weg kurzfristig nicht möglich erscheint, setzt Nordrhein-Westfalen auf den Einsatz lokaler Bauunternehmen in Kooperation mit den beteiligten Kreisen, Kommunen.
Abbildung: Urheber: Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen

Entwicklung und Umsetzung eines integrierten Mobilitätskonzepts für eine fahrrad- und fußgängerfreundliche Kommune
Stadt: Berlin
Bundesland: Berlin
MaßnahmenTyp: Teilnahme Modell- und Forschungsprojekte
In dem Forschungsvorhaben soll ein Nahmobilitätskonzept für ein hochverdichtetes städtisches Quartier (Wrangelkiez) in Berlin Kreuzberg partizipativ entwickelt und umgesetzt werden.
Abbildung: Urheberin: Technische Universität Berlin

Förderprogramm Lastenräder
Stadt: Remscheid
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
MaßnahmenTyp: Förderungen und Förderprogramme
Das Förderprogramm für Lastenfahrräder wurde vom Rat der Stadt Remscheid beschlossen. Gefördert werden serienmäßig hergestellte Lastenfahrräder und E-Lastenanhänger für den fahrradgebundenen Lastenverkehr sowie Gespanne zum Transport von Gütern oder zum Transport von Kindern und Gütern.
Abbildung: Urheberin: Stadt Remscheid

Verkehrsentwicklungsplan (VEP) 2035+
Stadt: Region Hannover
Bundesland: Niedersachsen
MaßnahmenTyp: Konzepte und Pläne
Verkehrsentwicklungsplan (VEP) 2035+ steht unter der Überschrift „Aktionsplan Verkehrswende“
Abbildung: Urheberin: Stadt Hannover

AZWEIO - eine interkommunale Gesellschaft
Stadt: Achim, Stadt Oyten, Ottersberg, Flecken
Bundesland: Niedersachsen
MaßnahmenTyp: Koordination und Organisation Radverkehr
Unter dem Namen AZWEIO AöR firmiert eine interkommunale Gesellschaft. Das A steht für die Stadt Achim und zweimal O steht für die Gemeinden Ottersberg und Oyten. AZWEIO ist der regionale Bezug, der sich dann auch im Logo der Gesellschaft wiederfindet.
Abbildung: Urheber: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
